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Testikuläre Spermien­extraktion (TESE) und Kryo­konservier­ung von Hoden­gewebe

Finden sich im Ejakulat bei wiederholten Untersuchungen überhaupt keine Samenzellen, gelingt es bei ca. 50 % der betroffenen Männer direkt aus Hodengewebe trotzdem einzelne Samenzellen zu isolieren, die dann für eine ICSI verwendet werden können.

Wir arbeiten mit mehreren Urologen zusammen, die betroffenen Männern in einem kurzen operativen Eingriff mehrere Hodengewebsproben entnehmen.

Die Gewebsproben werden dann in unserem IVF-Labor kryokonserviert, d.h. in einer Gefrierschutzlösung computergesteuert tiefgekühlt und bei -196 °C in flüssigem Stickstoff gelagert.

Während der allergrößte Anteil der Hodenbiopsien unmittelbar nach Eintreffen in unserem Labor kryokonserviert wird, untersuchen wir zeitgleich einen kleinen Teil der Biopsien mittels einer sehr zeitaufwändigen „Probeaufarbeitung“ auf das Vorhandensein von Samenzellen. Nur wenn tatsächlich Samenzellen gefunden werden, können wir dem Paar mit gutem Gewissen raten, mit den direkten Vorbereitungen für eine ICSI zu beginnen.